Zahnerkrankungen bei Hund und Katze bleiben häufig lange unbemerkt und werfen für Tierbesitzer viele Fragen auf:
Verursacht der betroffene Zahn Schmerzen?
Reicht eine Zahnreinigung aus oder müssen einzelne Zähne entfernt werden?
Ist ein Zahnröntgen notwendig?
Welche Behandlung ist sinnvoll und wie sicher ist die dafür erforderliche Narkose?
In unserer Zahnambulanz klären wir diese Fragen strukturiert und erstellen für jeden Patienten einen individuellen diagnostischen und therapeutischen Behandlungsplan.
Dabei berücksichtigen wir nicht nur den Zustand der Zähne und der Maulhöhle, sondern auch das Alter, bestehende Vorerkrankungen und den allgemeinen Gesundheitszustand des Tieres.
Alle Fragen können wir gerne bei einem unverbindlichen Beratungsgespräch klären.
Die Kosten für das Beratungsgespräch betragen 35€

Unsere Zahnbehandlungen umfassen die gründliche Untersuchung der Maulhöhle, die Entfernung von Zahnstein, die Reinigung und Politur der Zähne sowie digitales Zahnröntgen zur Beurteilung der Zahnwurzeln und des Kieferknochens.
Erkrankte, gelockerte oder schmerzhafte Zähne werden je nach Befund fachgerecht entfernt.
Auch chirurgische Zahnentfernungen, die Versorgung von Kieferverletzungen und weitere Eingriffe in der Maulhöhle sind möglich.
Da eine sorgfältige Zahnbehandlung nur unter Allgemeinanästhesie durchgeführt werden kann, verwenden wir eine moderne Inhalationsnarkose mit kontinuierlicher Überwachung.
Das vollständige Narkosemonitoring umfasst EKG, Blutdruckmessung, Pulsoxymetrie und Kapnographie. Die Narkose wird individuell an Alter, Gewicht, Gesundheitszustand und bestehende Vorerkrankungen des Patienten angepasst.
Eine abgestimmte Schmerztherapie begleitet den Eingriff und die anschließende Erholungsphase.
Ein Beratungstermin ist sinnvoll, wenn Mundgeruch, Zahnstein, gerötetes oder blutendes Zahnfleisch, lockere oder abgebrochene Zähne, vermehrter Speichelfluss oder Schwierigkeiten beim Fressen auffallen. Auch einseitiges Kauen, das Fallenlassen von Futter, Schwellungen im Bereich von Maul und Kiefer oder eine auffällige Berührungsempfindlichkeit können auf schmerzhafte Zahnerkrankungen hinweisen.
Da Hunde und Katzen Zahnschmerzen oft lange verbergen, empfehlen wir regelmäßige Kontrollen der Maulhöhle. Eine Zahnsanierung wird notwendig, wenn Zahnstein, Zahnfleischentzündungen, Parodontitis, resorptive Zahnveränderungen oder andere behandlungsbedürftige Befunde festgestellt werden. Besonders bei älteren Tieren kann eine frühzeitige Abklärung dazu beitragen, Schmerzen, chronische Entzündungen und den Verlust weiterer Zähne zu vermeiden.


Ansprechpartnerin für Zahnmedizin
Mag. Anja Büchler ist in unserer Praxis Ansprechpartnerin für Zahnmedizin bei Hund und Katze. Mit dem GPCert(SADen&OS) besitzt sie das General Practitioner Certificate in Small Animal Dentistry and Oral Surgery – eine international anerkannte tierärztliche Zusatzqualifikation in der Zahnheilkunde und Oralchirurgie bei Kleintieren.
Derzeit vertieft sie ihr Wissen zusätzlich im Rahmen von Fortbildungen der European School for Advanced Veterinary Studies (ESAVS). Diese umfassen unter anderem zahnmedizinische Diagnostik, Dentalröntgen, Parodontalerkrankungen, Zahnentfernungen sowie oral- und kieferchirurgische Behandlungen.
Mit ihrer fundierten Ausbildung und kontinuierlichen Weiterbildung gewährleistet sie eine sorgfältige Diagnostik und individuell abgestimmte Behandlung unserer Zahnpatienten.
Für eine präzise Diagnostik und schonende Behandlung steht uns eine moderne zahnmedizinische Ausstattung zur Verfügung. Mit dem iM3 Revolution 4DC Dentalröntgensystem und
dem CR 7 Speicherfolienentwickler können wir hochauflösende Aufnahmen einzelner Zähne, Zahnwurzeln und des Kieferknochens direkt während der Behandlung anfertigen und beurteilen.
Die iM3 Advanced Zahnstation ermöglicht eine strukturierte professionelle Zahnreinigung sowie die sichere Durchführung einfacher und chirurgischer Zahnentfernungen. Ein integrierter Ultraschall Scaler dient der gründlichen Entfernung von Zahnstein und Belägen.
Während des Eingriffs unterstützen ein intraoperatives Warmluftsystem und Infusionspumpen die Stabilisierung von Körpertemperatur und Kreislauf. So verbinden wir moderne Zahnmedizin mit einer kontrollierten und möglichst schonenden Behandlung.


Zu den häufigsten Zahnerkrankungen zählen Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis.
Unbehandelt können sie zu Schmerzen, Zahnlockerung, Entzündungen der Zahnwurzeln und schließlich zum Verlust betroffener Zähne führen.
Bei Katzen treten besonders häufig resorptive Zahnveränderungen auf, die auch als FORL bezeichnet werden. Dabei wird die Zahnsubstanz schrittweise abgebaut, was oft sehr schmerzhaft ist und äußerlich nicht immer erkannt werden kann.
Weitere typische Befunde sind abgebrochene oder verfärbte Zähne, persistierende Milchzähne, Fehlstellungen, Entzündungen der Maulhöhle sowie Veränderungen an Kiefer und Zahnwurzeln. Auch Umfangsvermehrungen und Tumoren im Maulbereich können im Rahmen einer Zahnuntersuchung festgestellt werden.
Viele dieser Erkrankungen bleiben lange unbemerkt, da Hunde und Katzen Zahnschmerzen häufig nur sehr dezent zeigen.